Paar, Stephan Balkenhol
Paar, Stephan Balkenhol

Stephan Balkenhol

Paar
Douglasie
Höhe ca. 2 m, farbig gefasst
Neues Tor

Biographie
1957 in Fritzlar geboren
1976-82 Studium an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg
1983 Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium
1986 Arbeitsstipendium der Freien und Hansestadt Hamburg
1989 Förderpreis zum Internationalen Preis des Landes Baden-Württemberg
1990 Bremer Kunstpreis
Lehrauftrag an der Städelschule in Frankfurt am Main
1991 Lehrauftrag an der Akademie für Bildende Künste, Karlsruhe
seit 1992 Professur in Karlsruhe

Entscheidend für Balkenhols Figuren ist ihr Standort. Die Figur muss zum Ort passen und der Ort zur Figur. Davon hängt ab, ob es eine Ganzkörperfigur wird, ob sitzend, stehend oder nur ein Kopf passend an dieser Stelle ist: „Aus der Spannung, die sich zwischen Skulptur und Ort ergibt, fließt die Kraft einer solchen Skulptur; sie macht den Ort erlebbar dadurch, dass sie in der Lage ist, den Dialog mit dem Ort inhaltlich und formal aufzunehmen.“ (Balkenhol)
Platziert auf braun bemalten Sockeln in der Tordurchfahrt stehen sich Frau und Mann frontal gegenüber: Sie in einem kräftig grünen Kleid, er in schwarzer Hose und weißem Hemd. Seine Arme hängen ohne besondere Geste am Körper herab. Sie stützt die rechte Hand in die Seite, die Gesichter gestaltet ohne erkennbare Mimik. Beide stehen „einfach“ da. Und genau das charakterisiert die Figuren Balkenhols: Ihre geradezu auffällige Normalität, die weder ein Abbild der Natur sein will noch idealisiert sowie die grobe Bearbeitung des bevorzugten Werkstoffes Holz.
In ihrer intensiven Präsenz und gleichzeitigen Zurückhaltung erinnern sie an ägyptische Skulpturen. Balkenhol hat sie eingehend studiert und bewundert deren „Aura der Ewigkeit und ruhige Gelassenheit“.
„Meine Skulpturen erzählen keine Geschichten. In ihnen versteckt sich etwas Geheimnisvolles. Es ist nicht meine Aufgabe, es zu enthüllen, sondern die des Zuschauers, es zu entdecken.“ (Balkenhol)

Paar, Stephan Balkenhol