ODIOUS

Große Parabel
1984
Landratsamt Ostalbkreis über dem Kocher, Stuttgarter Straße

Gegründet 1982, löste sich die Gruppe nach der Wiedervereinigung weitgehend auf. Seit 2004 besteht die Gruppe aus Klaus H. Hartmann und Klaus Duschat.
Ursprünglich gehörten zu der Gruppe
Gisela von Bruchhausen, *1940: http://www.giselavonbruchhausen.de/index.html
Klaus Duschat, *1955: http://www.klausduschat.de/
Klaus H. Hartmann *1955: http://www.uni-ulm.de/kunstpfad/11kuen.html
Gustav Reinhardt *1950: http://www.nickolai.de/salzgitter/skulpturen/html/gustav_reinhardt.html
Hartmut Stielow *1957: http://www.galerie-scheffel.de/root/index.php?lang=de&page_id=127
David Lee Thompson,*1951: http://www.nickolai.de/salzgitter/skulpturen/html/david_lee_thompson.html

Die „Große Parabel“ erhebt sich als markantes stählernes Zeichen schräg über einer großen Öffnung. Darunter fließt der Kocher. Gefügt ist die „Große Parabel“ aus einer aufgebrochenen Ellipse, die mit geometrischen und linear geformten Elementen verbunden ist. Trotz der Schwere des rostbraunen Stahls geht eine gewisse Leichtigkeit von der Skulptur aus. Nur an zwei Punkten befestigt, scheint das Kunstwerk direkt über dem Wasser zu schweben.
Offen, sozusagen „in der Schwebe“, bleibt die Bedeutung des Titels. Nimmt die „Große Parabel“ Bezug auf eine kurze lehrhafte Erzählung? Oder ist vielmehr der mathematische Ausdruck für einen Kegelschnitt gemeint, bei der einer der beiden Brennpunkte im Unendlichen liegt?

„ODIOUS = Heavy Metal mit Klassikerpotential“ titulierte Irena Nalepa 2012 eine Ausstellung der Bildhauergruppe aus Berlin. Ironisierend nannten sich die Künstler ODIOUS, was so viel wie „hässlich, abstoßend“ bedeutet. Das verbindende Material der Gruppe, ist Stahl und Eisen. Die Metallteile, überwiegend vom Schrottplatz, werden zu dreidimensionalen abstrakten Skulpturen neu zusammengefügt und –geschweißt. Zugleich bleibt ihr „Fundstück-Charakter“ (Nalepa) erhalten.
In der Wahl des Werkstoffes steht die Gruppe durchaus in der Tradition von Julio Gonzalez und seinem Künstlerfreund Picasso. Ihnen ist es zu verdanken, dass Stahl als künstlerisches Material im 20. Jahrhundert wiederentdeckt wurde. Einzelne Teile wurden zu plastischen kubistischen Collagen und Assemblagen zusammengefügt. ODIOUS wurde gerne als skulpturaler Gegenentwurf zur figurativen, subjektbetonten Malerei der „Jungen Wilden“ gesehen.

Große Parabel, ODIOUS