Fritz Nuss

Flötenspielerin
1956
Bronze
Stadthalle Aalen

Biographie
1907 am 24. Mai in Göppingen
1944-1922 Karlsgymnasium in Göppingen
1922-1926 Lehre als Ziseleur in Schwäbisch Gmünd
1927-1928 Akademie der bildenden Künste in München, Bildhauerklasse Prof. H. Hahn
1928-1933 Akademie der bildenden Künste in Stuttgart, Meisterschüler von Prof. L. Habich
1933-1935 Freischaffend in Aalen
Leiter der Bildhauerklasse an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart
1942 Berufung an die Akademie Breslau
1943 Ernennung zum Professor
1943-1952 Freischaffend in Weinstadt-Strümpfelbach
1952-1972 Leiter der Klasse für plastisches Gestalten an der Fachhochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd
Seit 1972 freischaffend
1999 am 3. März in Weinstadt-Strümpfelbach gestorben
Tipp: Ein Skulpturengarten sowie ein Weg durch die Weinberge in Strümpfelbach geben einen Einblick in sein umfangreiches Werk.

Mit Beginn der 1950er Jahre setzte der Trend ein, Kunst am Bau zu fördern und öffentliche Plätze zu gestalten. So auch in Aalen.
1957 erwarb die Stadt Aalen die überlebensgroße Bronzeplastik „Flötenspielerin“ von Professor Fritz Nuss. Die Skulptur signalisierte den Beginn einer Reihe von repräsentativen Freiraumgestaltungen.
Zeitlebens konzentrierte sich der Bildhauer auf die Gestaltung des menschlichen Körpers. „So sind Formzucht, vitale Spannung und konzentrierte Gestik gleichbleibende Kennzeichen der öffentlichen Aufträge.“ (Hermann Baumhauer) Die plastische Ausformung seiner Figuren in dieser Schaffensphase weisen ein überlängtes, schmales Körperbild und kantige Konturen auf. Das knielange Kleid scheint wie nass am Körper zu kleben.
1958 folgte der „Hirtenknabe“ im Pelzwasen. Die „Vogelgruppe“ wurde 1961 bei der Neugestaltung des Stadtgartens und 1965 „Die Ährenleserin“ im Schulhof des Theodor-Heuss-Gymnasiums aufgestellt. Der Nuss’sche Figurenreigen schließt sich 1976 mit dem „Reichsstädterbrunnen“ vor dem Rathaus, den ein szenenreiches Figurenband von 12 m Länge ziert.

Flötenspielerin, Fritz Nuss