Max Seiz

Dialog
1986
Bronze
Gmünder Straße 8 (Gmünder Torplatz)

Biographie
1927 in Schwäbisch Gmünd geboren
1946–50 Staatliche Höhere Fachschule, Schwäbisch Gmünd
1981 Gastdozent Fachhochschule für Gestaltung, Schwäbisch Gmünd
seit 1955 freischaffender Künstler
lebt und arbeitet in Schwäbisch Gmünd in der Villa Nepperberg

Drei stelenartige Bronzefiguren sind auf einer kreisförmigen Bodenplatte wie auf einer Bühne angeordnet. Die Rücken nach außen gewandt scheinen sie ungebetene Zuhörer ausschließen zu wollen. Sie bilden einen privaten, in sich geschlossenen Raum innerhalb des öffentlichen Raumes.
Zwei Figuren stehen dicht beieinander. Die kleinen Köpfe mit angedeuteten Gesichtern sind zueinander geneigt. In deutlichem Abstand ihnen gegenüber platziert, hört die dritte Figur möglicherweise dem „Dialog“ zu. Ihre frontale Ausrichtung zueinander und die Geschlossenheit der Körperform vermitteln in ihrer ruhigen Präsenz zugleich eine gewisse Distanz.
Seine Skulpturengruppe reduziert Seiz auf wesentliche Formmerkmale, die in ihrer minimalistischen Einfachheit an griechische Kykladenidole erinnern.
Max Seiz stellt die menschliche Figur in den Mittelpunkt seines künstlerischen Werks. Er thematisiert sie als Einzelfigur, als Gruppe. Wesentlich dabei ist der Körperausdruck und die Beziehung der Körper zueinander. Dabei geht es nicht um die realistische Nachbildung menschlicher Figuren. Weiche, runde, volumenbetonte Skulpturen finden sich in seinem Werk ebenso wie geometrische Gestaltungen – mit einer zunehmenden Tendenz zur „Vereinfachung, Verdichtung und der Abstraktion der Form.“ (Thomas Köllhofer)

Dialog, Max Seiz