Rudolf Kurz

C.F.D. Schubart.
Gefangen – zerrissen
Bronze, Sandstein, 2004,
Aufstellung 2010
Stadtkirche

Biographie
1952 geb. in Ellwangen/Jagst
1980-84 Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. K. H. Seemann, Prof. H. Baumann und Prof. H. Schubert
1987 Schwäbisch Gmünd, Prediger-Preis Wettbewerb „Junge Künstler“
1993 Hohenloher Kunstpreis
2001 Karlsruhe, Bad Bergzabern, Wissembourg – Kunstprojekt „Kirchenträume“, Preis der Kirchengemeinden
Zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen u.a. in Aalen:
2013/14 Rudolf Kurz. Vergangenheit ist ein Prolog. Antiker und moderner Torso im Limesmuseum Aalen sowie Aufträge im öffentlichen und sakralen Raum u.a. Ellwangen, Virngrundklinik, Hauskapelle; Rom, Hauskapelle Kardinal W. Kasper; Aalen: Altarraumgestaltung der Salvatorkirche; Kapelle im Ostalbklinikum; Brunnen im Stadtgarten
2015 Bundesverdienstkreuz

Wohlüberlegt ist der Standort der Schubart-Büste. Platziert direkt neben der Stadtkirche und vor der ehemaligen Lateinschule nimmt sie Bezug auf seine Biographie: In der Kirche spielte Schubart häufig auf der Orgel, die Lateinschule besuchte er einige Jahre als Schüler und das gegenüberliegende Wirtshaus war ihm auch nicht gänzlich fremd. Dort ist höchst beziehungsreich ein Relief von Schubart angebracht, gestaltet von Karl-Ulrich Nuss.
Beide Porträts von Schubart sind gezeichnet von Spuren eines intensiv gelebten Lebens. Scheint jedoch der Schubart von Nuss beinahe aus seinem runden Rahmen zu fallen, setzt Kurz den Kopf des Literaten in einen symbolischen Steinkerker. Ein Gefängnis, das konkret anspielt auf die zehnjährige Haft Schubarts oder die Enge bürgerlicher Konventionen meinen kann.
Eine Beengtheit und Begrenzung, die deutlich ablesbar sind am verbissenem Gesichtsausdruck und den heruntergezogenen Mundwinkeln..

Informationen zu Schubart:
http://www.aalen.de/c-f-d-schubart-ein-lebenslauf-in-zahlen.815.25.htm

C.F.D. Schubart, Rudolf Kurz