H.Buchner/ R.Kurz

Christian Friedrich Daniel Schubart
Bronze/Stahl
Bahnhofsvorplatz

Das Schubart-Denkmal hat eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich.
Ursprünglich von Hofbildhauer Ernst Curfeß geschaffen, wurde das Denkmal am 22. November 1891 vor dem damaligen Hotel „Harmonie“ enthüllt. Es stand hier bis 1931 und wurde aus verkehrstechnischen Gründen entfernt. Einen neuen Standort fand das Denkmal auf dem Bohlschulplatz. Allerdings nur bis 1942: Ebenso wie die Kirchenglocken musste die Bronzebüste an die Rüstungsindustrie abgeliefert werden und wurde eingeschmolzen. Im März 1950 fand eine neu gestaltete Büste von Hugo Buchner neben der Bohlschule ihren Platz.
Mit der Verlagerung der Büste an den Bahnhofsplatz 2003 kehrte der Literat und Komponist wieder an seinen ursprünglichen Standort zurück. Der moderne Stahlrahmen stammt vom Ellwanger Bildhauer Rudolf Kurz.
Damit löste der Künstler sehr widersprüchliche Reaktionen aus. Passend jedoch zur schillernden Persönlichkeit Schubarts und passend zur Intention des Künstlers, der Denkanstöße anregen möchte. Immerhin wurde so erreicht, dass Schubart wieder verstärkt ins Bewusstsein der Aalener Bürger rückt.
Obwohl schlicht in seiner formalen Wirkung, lässt der Rahmen vielfältige Assoziationen zu: Aus dem Rahmen fallen, in einen Rahmen gezwängt werden, den Rahmen sprengen und lesbar auch als Hinweis auf seine Kerkerhaft.

Biographien
Ernst Curfeß
1849 geboren in Aalen (damaliges Elternhaus am Marktplatz 26)
Ausbildung in den Königlichen Hüttenwerken in Wasseralfingen
Ab 1871 Studium an der Kunstschule Stuttgart; später Berlin, Rom
1892 Ernennung zum Königlichen Hofbildhauer
1896 gestorben, begraben in Aalen auf dem St. Johann Friedhof
Auswahl öffentlicher Werke: Dannecker-Denkmal, Stuttgarter Rosengarten, Denkmal von König Karl und Königin Olga

Hugo Buchner
1893 im Kreis Teplitz-Schönau (Sudetendeutschland, heutige Tschechei)
Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Prag
Meister bei der Aalener Firma Stützel-Sachs
1964 gestorben

Rudolf Kurz
1952 geb. in Ellwangen/Jagst
1980-84 Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei den Professoren K. H. Seemann, H. Baumann, H. Schubert
1987 Schwäbisch Gmünd, Prediger-Preis Wettbewerb „Junge Künstler“
Zahlreiche Ausstellungen u.a. in Aalen:
2013/14 Rudolf Kurz. Vergangenheit ist ein Prolog. Antiker und moderner Torso im Limesmuseum Aalen sowie Aufträge im öffentlichen und sakralen Raum u.a. Ellwangen, Virngrundklinik, Hauskapelle; Rom, Hauskapelle Kardinal W. Kasper; Aalen: Altarraumgestaltung der Salvatorkirche; Kapelle im Ostalbklinikum; Brunnen im Stadtgarten

C.F.D.Schubart, H.Buchner/R.Kurz