Ernst Wanner

Bremer Stadtmusikanten
1959
Drahtplastik
Gebäude Reichsstädter Markt

Biographie
1917 geboren in Stuttgart
1936 Abitur in Heilbronn
Studium an der Akademie der bildenden Künste Stuttgart bei den Professoren Spiegel, Mayerhofer, Kißling, Kolig und Leipzig bei Professor Kolb
Seit 1946 lebte und arbeitete er in Aalen
2002 gestorben in Aalen
Neben den Kunstaufträgen im öffentlichen Raum wurde der Maler Ernst Wanner als Porträtist sehr geschätzt. Thematisch setzte sich der gläubige Christ mit religiösen Themen auseinander. Ebenso wichtig waren ihm aber auch aktuelle gesellschaftliche und politische Diskussionen etwa „Mein Bauch gehört mir“, „Im Fadenkreuz“ (Terrorismus) oder die Aids-Problematik malerisch zu visualisieren.
Er selbst bezeichnete sein künstlerisches Schaffen als ständigen Versuch, „der Herausforderung, die die Welt um mich an mich richtet, gerecht zu werden“. (Schwäpo, 4.1.2007).

Wie wohl die Bremer Stadtmusikanten an die Fassade eines Einkaufszentrums mitten in einer schwäbischen Stadt kommen, könnte sich möglicherweise ein aufmerksamer Betrachter fragen.
Ursprünglich stand an dieser Stelle die Gartenschule, eine Schule ausschließlich für Jungen. Die Drahtplastik „Bremer Stadtmusikanten“ verzierte ab 1959 die westliche Giebelseite der ehemaligen Schule. Damals wurde das alte Schulgebäude grundlegend renoviert. Auch die „Kunst am Bau“ sollte nicht zu kurz kommen. So wurden die beiden Aalener Künstler Rudolf Walter Hägele und Ernst Wanner aufgefordert künstlerische Vorschläge zur Gestaltung der Fassade einzureichen. Die Idee Wanners das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ zu gestalten, fand Zustimmung beim Stadtbauamt und dem Gemeinderat. Was die Intention für eben dieses Motiv war, ist unbekannt.
1980 musste die Schule dem Einkaufszentrum „Reichstädter Markt“ an dieser Stelle weichen. Als Erinnerung an die ehemalige Schule wurde die filigrane Drahtplastik an der Fassade des „Reichsstädter Markt“ angebracht.

Bremer Stadtmusikanten, Ernst Wanner